Berichte von 02/2018

#34 Umzug auf die andere Seite Australiens

25Feb2018

Hey du!

Mein letzter Beitrag endete ja mit dem Rückflug nach Newcastle, wo ich jetzt die letzten 10 Tage verbracht habe. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen, weil ich die Straßen kannte, wusste wo ich was bekomme und meine Freunde wiedersehen konnte. Das Wetter war super, so dass ich auch noch ein paar Tage am Strand verbringen konnte. In Newcastle hat auch das Surfest stattgefunden also eine Art Surfturnier wo ich ein bisschen zugesehen habe :)

Ich war noch mal in meinen Lieblingsrestaurants, in der Mall und habe probiert mich zum Laufen zu motivieren (was nur so medium geklappt hat :D) Und dann bin ich am letzten Freitag mit dem Zug nach Sydney gefahren und von dort innerhalb von 5 Stunden nach Perth geflogen. Die Zugfahrt und der Flug waren okay aber auch nichts besonderes. In Perth wurde ich dann von meiner neuen Gastfamilie abgeholt und wir sind in unseren Vorort bei Fremantle gefahren. Die Familie besteht aus Mutter aus England, Vater aus Deutschland und einem Mädchen (5) und einem Jungen (3). Die Kinder verstehen deutsch aber sprechen hab ich sie jetzt noch nicht wirklich gehört. Allerdings haben sie einen krassen britischen Akzent, der mich ein bisschen nervt :D:D Ich bin hier als Demi Pair, was bedeutet das ich jeden Tag nur max. 3h arbeite und frei wohne und esse aber kein extra Taschengeld bekomme. Dafür habe ich genug Zeit am Tag um einen bezahlten Job zu finden. Meine erste Arbeitswoche startet morgen und die werde ich mir angucken und schauen wann ich ein Auto zur Verfügung habe, wie lange ich wirklich arbeite und dann anfangen nach Arbeit zu suchen. Außerdem werde ich die nächste Woche nutzen um zu schauen, ob ich mir vorstellen kann mich hier wohlzufühlen und für länger zu bleiben.

Wir lesen uns dann nächste Woche :)

P.S. Ich bin jetzt nur noch 7h vor der deutschen Zeit

#33 Cityhopping

18Feb2018

Hey du!

Dann werde ich mal von meiner Reise berichten :) ich war insgesamt vom 28 Januar bis zum 12 Februar unterwegs und werde jetzt hier einfach chronologisch vorgehen :D

Sydney:

Wetter: wunderbar

Da ich nicht das erste Mal in Sydney war, stand nicht mehr so viel auf meiner Liste und so bin ich einfach viel herum spaziert und war unter anderem mit der Fähre in Manly. The Rocks als Stadtteil hat mir auch gut gefallen und gewohnt habe ich in einem Hostel in Chinatown :D egal wo auf der Welt man in einem Chinatown ist, es ist immer wie in einer fremden Welt für mich. Meinen Weg nach Sydney habe ich übrigens mit dem Zug gemacht.


Canberra:

Wetter: kalt

Von Sydney bin ich dann mit dem Bus innerhalb von 4h in die Hauptstadt Australiens gefahren. Dort angekommen hab ich erst mal gefroren, weil es nur 20 Grad waren :D Später am Tag hat es dann auch noch angefangen zu regnen und erst mal nicht mehr aufgehört. Am nächsten Morgen waren es sogar nur 10 Grad Oo Canberra an sich ist ganz nett aber müsste jetzt nicht auf der must-have Liste stehen. Ich bin nicht so der Museumstyp und in Canberra gibt es viele davon. Da es eine geplante Stadt ist, war es wunderbar übersichtlich und ich konnte alles zu Fuß erkunden was es denn sonst noch so gab, auch wenn das nicht so viel war.

Melbourne:

Wetter: wunderbar

Von Canberra ging es dann innerhalb von 8h mit dem Bus nach Melbourne. Und diese Stadt ist definitv meine Lieblingsstadt hier. Es gibt nicht super viele Sehenswürdigkeiten aber eine Menge Parks und in vielen Stadtteilen coole Ecken zu entdecken. Auch ein Chinatown gibt es natürlich :D und die berühmten Brighton Strandhäuser habe ich gesehen :) Es gibt eine Tram, die immer im Kreis um das Zentrum fährt und kostenlos ist - Hop on Hop off kostenfrei *_* an einem Tag habe ich von Melbourne aus die Great Ocean Road befahren und somit auch die 12 Apostel von meiner Bucketlist abgehakt. An einem anderen Tag bin ich von Melbourne aus nach Torquay gefahren zu einem kleinen Segelflughafen und habe einen Skydiving Sprung gemacht. Warum nicht aus einem Flugzeug in 5000m Höhe springen!? :D

 

Cairns:

Wetter: regnerisch

Von Melbourne bin ich dann 3,5 h nach Cairns geflogen. Ich finde es immer noch verrückt, dass man hier so lange unterwegs ist und immer noch im gleichen Land. Wenn ich zu Hause in ein Flugzeug steige und nach über 3h wieder aussteige, bin ich z.B. in der Türkei oder in Spanien.  Und hier gerade mal von Süd nach Nord geflogen Oo Cairns hat mich dann erst mal mit Regen emfpangen :D generell merkt man dort sehr das tropische Wetter. Es ist nicht kalt aber regnet immer mal wieder und das auch von einer auf die andere Minute. Dort habe ich eine Bootstour gemacht und bin im Great Barrier Reef geschnorchelt und habe sonst ein bisschen die Stadt erkundet, die aber definitiv eher eine Kleinstadt ist. h

Brisbane:  

Wetter: wunderbar

Von Cairns ging es mit dem Flugzeug weiter nach Brisbane. Dort habe ich noch mal knapp 2 Tage verbracht und mir die Stadt bei Sonnenschein angeschaut. Ich war auf meinem Roadtrip im November ja schon mal für einen Tag da aber da hat es nur geregnet. Dieses Mal war es genau das Gegenteil, so dass ich ein bisschen zu Fuß herum gelaufen bin und am Pool/Lagune mitten in der City und das kostenfrei rum gelegen bin.

Und dann hieß es ein letztes Mal ins Flugzeug für diesen Trip und zurück nach Newcastle :)

#32 GastFAMILIE oder Arbeitgeber

12Feb2018

Hey du!

Wie in meinem letzten Beitrag angekuendigt, schreibe ich nun ein bisschen von der Beziehung zu meiner Gastfamilie. Es tut mir leid, dass ich jetzt erst schreibe, aber ich bin auf Reisen und ueber mein Handy ging es irgendwie nicht. Ich sitze gerade in Brisbane in der Libray :) deswegen auch keine Umlaute und manchmal das Y anstelle des Z :D Aber jetzt zurueck zum Thema Gastfamilie:

Die kompletten 3 Monate waren sie nett zu mir und wir hatten kein Streit oder eine Diskussion. Und trotzdem war es eher wie ein Arbeitgeber- Arbeitnehmerverhältnis. Das "Problem" lag in der fehlenden Kommunikation. Es ist dadurch nicht mal zu Missverständnissen gekommen, sondern wir haben harmonisch aneinander vorbei gelebt. Und das ist auch schon der Punkt. Es gab kein gemeinsames Leben, sondern viel mehr Arbeitszeit und Freizeit aber keine Familienzeit.

Die ersten, ich würde sagen 4 Wochen habe ich jeden Abend nach dem Dinner und wenn ich die Küche sauber gemacht hatte, im Wohnzimmer gesessen und auf die Gasteltern gewartet. Sie haben die Kinder in der Zeit zu Bett gebracht. Als die Kinder dann schliefen sind die Gasteltern nach unten gekommen und haben sich entweder dazu gesetzt und im TV rum gezappt, der Vater war im Büro oder die Mutter ist direkt oben geblieben. Ich habe dann immer wieder probiert ein Gespräch anzufangen aber schnell gemerkt, dass da von der Seite der Eltern nichts zurück kommt. Nach den ersten 2 Wochen habe ich die Gastmutter auf meine Arbeit angesprochen und nach Kritik oder Verbesserungsvorschlägen gefragt aber sie meinte, dass alles gut sei. Ich wollte, dass sie weiß, dass ich offen für ihre Meinung bin. Und so ging es weiter. Vor Arbeitsbeginn ein freundliches guten Morgen und nach dem die Mutter zurück von der Arbeit gekommen ist, ein minimaler Austausch über den Tag mit den Kindern. Wenn ich was in der Freizeit vor hatte, habe ich immer gesagt was ich mache oder wo ich hingehe und von den Gasteltern kam ein viel Spaß aber auch keine Rückfrage. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass es an mir lag, sondern viel mehr das die Familie so lebt. Auch unter den Familienmitgliedern gab es wenig Austausch oder Unternehmungen. Wenn mal was Anstand, war ich immer willkommen mitzugehen. Ich hätte bestimmt auch noch mehr probieren können in Kontakt zu treten aber da es beide Seiten nicht gestört hat, blieb es so.

Mein Fazit ist, dass ich mich definitiv nicht als Familienmitglied gefühlt habe aber das auch vollkommen in Ordnung für mich war. Da ich zu Hause auch schon alleine gewohnt habe, habe ich mich jetzt nicht alleine oder ausgestoßen gefühlt. Außerdem bin ich von Anfang an mit dem Gedanken an die Sache ran gegangen, dass ich es auf mich zukommen lasse und schaue wie die Familie und ich zusammen passen. Wenn jemand allerdings mit einer anderen Erwartung an die Sache ran geht, könnte es schwierig werden.

Über einen Gastfamilienwechsel habe ich nicht nachgedacht, da Wohnort, Alltag inklusive Hobby und Freunden und Arbeitszeit zu überzeugend waren und es ja kein Problem oder Ärger gab.

Ich hatte tolle 3 Monate in Newcastle und das sind ein Paar der Highlights:

  • Leben am Strand
  • Wanderwege mit tollen Aussichten
  • Deutsches Restaurant
  • An Neujahr im Pool schwimmen
  • Auf der linken Seite Auto fahren
  • Touch Football gespielt
  • Tolle Menschen kennen gelernt
  • Beiden Gastkindern ein bisschen Ordnungssinn beigebracht
  • Meinem jüngeren Gastkind beigebracht die Schere zu benutzen, sich selbst anzuziehen und es geschafft, dass sie nicht mehr ganz so lauffaul ist

Mit diesem Beitrag möchte ich den zukünftigen Au pairs keine Angst machen, sondern viel mehr meine Erfahrung teilen. Ich habe viele Au pairs kennen gelernt wo es anders war. Es ist einfach wichtig keine zu hohen Erwartungen zu haben, miteinander zu sprechen, wenn etwas stört und falls man unglücklich ist einen Wechsel in Betracht zu ziehen.

Schließlich ist es unser Jahr! :)

P.S. Heute ist mein letzter Tag auf dieser Reise und am Abend fliege ich zurueck nach Newcastle :) ueber die Reise inkl. Fotos berichte ich dann in den naechsten Tagen von meinem Laptop!